• Nord-Süd-Partnerschaften für den Klimaschutz
  • Erschließung und Einsatz von erneuerbaren Energiequellen
  • Bildungspartnerschaften und kultureller Austausch
  • Bau und Unterstützung eines Umwelt- und Ausbildungszentrums für junge Frauen
  • Renaturierungsmaßnahmen wie Mangrovenaufforstung und Baumpflanzungen
  • Fairer Handel und faires, „sanftes“ Reisen
  • Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
  • Kulturelle, politische und Informations-Veranstaltungen.

Die Nord-Süd-Kooperationen der NaturFreunde sind durch viele aktive Menschen sehr lebendig. Es ist für uns berührend zu sehen, wie Partnerschaften und Freundschaften entstehen und sich vertiefen, wie Ideen und Erfahrungen ausgetauscht und große Dinge durch viele kleine Projekte nachhaltig gestaltet werden.

Der Fachbereich bei den baden-württembergischen NaturFreunden entwickelte in jüngster Vergangenheit einen Erlebnisparcours zum globalen Lernen für die Bildungsarbeit in den Ortsgruppen und Verbänden der NaturFreunde. Er wird mit Erfolg eingesetzt. In nächster Zukunft werden wir diese Materialien in französischer Sprache veröffentlichen, damit dieser Nachhaltigkeitsparcours auch in den Gruppen in Senegal eingesetzt werden kann.

Die Fachgruppe Nord-Süd-Kooperationen in Baden-Württemberg fördert zurzeit drei gewachsene und stabile Kooperationen:

Saint-Louis und Rastatt - Reisegruppe

Seit 2009 pflegt die Ortsgruppe Rastatt eine Nord-Süd-Partnerschaft mit ASAN, den senegalesischen NaturFreunden. Besonders verbunden ist Rastatt mit der Küstenstadt Saint-Louis. Über Kultur- und viele andere Veranstaltungen werden Spenden zur Unterstützung von nachhaltigen Projekten gesammelt, z.B. um die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor allem von jungen Menschen zu verbessern und zur Umweltbildung beizutragen.

Nach dem Bau einer Kinderbetreuungseinrichtung unterstützen viele NaturFreunde heute die Bemühungen des Frauen-Netzwerks „Réseau des Femmes pour le Développement Economique et Social“ in Saint-Louis, ein Ausbildungszentrum zu errichten und damit u.a. eine Alternative zur Abwanderung nach Europa zu geben. Seit Juni 2017 wird dank einer BMZ-Förderung an diesem Ausbildungszentrum gebaut und Ende April 2018 wurde es seiner Bestimmung übergeben werden. Über 100 Mädchen erhalten seither eine 2-jährige berufliche Ausbildung.

Kontakt: Uschi Böss-Walter, OG Rastatt, Fachbereichsleitung Nord-Süd-Kooperationen Landesverband Baden-Württemberg
www.naturfreunde-rastatt.de

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Seit 2014 pflegen die NaturFreunde Ortsgruppe Berghausen eine Projektpartnerschaft mit den NaturFreunden der Sektion Kidira in Senegal. Die Gemeinde Kidira liegt im äußersten Osten Senegals. Die Lebensumstände im Sahel haben sich durch die Klimaveränderungen in den letzten Jahrzehnten sehr stark zum Negativen verändert. Solidarität mit der Bevölkerung erscheint uns nötig. Im ersten Schritt wurde eine Schule unterstützt. Mit den Spenden der NaturFreunde Berghausen und mit viel Eigeninitiative von Eltern, Lehrern und den NaturFreunden der Sektion Kidira, wurde das Schulareal mit einer Mauer eingefasst. So können nun auf dem Schulgelände Bäume gepflanzt werden, die Schatten spenden und Früchte tragen werden. Bei unserem nächsten Projekt „Starthilfe“ geht es darum, junge Frauen beim Einstieg ins Erwerbsleben zu unterstützen.

Mit einem Betrag zwischen 50 und 100 Euro können die jungen Frauen ein Gewerbe beginnen und sich eine Existenz aufbauen. Im nächsten Schritt haben wir die Gartenbauaktivitäten in Kidira unterstützt. Was die Frauen inmitten der Sahelzone an Gemüseanbau betreiben, gleicht einem Wunder. Aktuell richten die NaturFreunde Kidira einen Versuchsgarten ein. Hier sollen neue, aber auch über die Zeit in Vergessenheit geratene Gemüse- und Getreidesorten erprobt und an die besonderen klimatischen Verhältnisse angepasst werden. Ebenfalls eine kleine Baumschule für heimische resistente Obstsorten soll eingerichtet werden. Wir werden Spenden einwerben, um die NaturFreunde Kidira bei der Anlage dieses Versuchsgartens zu unterstützen. Der Klimawandel und seine Folgen trifft das Leben in den Dörfern hart – hier muss eine Lösung gefunden werden.

Kontakt: Ursula Georg – OG Berghausen, Landesvorstand Baden
www.naturfreunde-berghausen.de

BODENSEE Projekt CO2BOLUS

CO2BOLUS – In diesem Projekt werden zum einen heimische Streuobstwiesen im Bodenseeraum gefördert, zum anderen Obstbaumpflanzungen in Dorfgemeinschaften im Senegal durchgeführt.

2017 wurden die Obstbaumpflanzungen im Senegal zudem durch das Staatsministerium Baden-Württemberg über die SEZ gefördert.

So sind in den letzten 3 Jahren in 10 Dörfern in den Regionen Saint-Louis, Fatick, Kaolack, Kaffrine und Tambacounda je 430 standortangepassten Obstbäumen und je 100 Morenga-Bäumen gepflanzt worden. Die Pflanzungen erfolgen dabei in den Hausgärten der Familien und werden von Umweltbildungsmaßnahmen begleitet. Eine Auswertung des vergangenen Projektzeitraums zeigt, dass ein hoher Anteil der gepflanzten Bäume die kritische erste Zeit überstanden hat und die Akzeptanz in der Bevölkerung sehr hoch ist. Es gibt einen deutlichen Mitnahmeeffekt und viele Anfragen von Bewohnern anderer Dörfer, in denen nun z.T. eine Bepflanzung auf eigene Kosten durchgeführt wird.

Das Projekt verfolgt im Senegal folgende Ziele:

  • Reduzierung der Landdegradierung (Verringerung des Abtrags von Oberboden durch Wind und Wasser und von Verdunstung, Reaktivierung des Wasserhaushaltes)
  • Verbesserung der CO2-Bilanz
  • Verbesserung der Ernährungssituation und Vitaminversorgung
  • Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Familien (Obst für Eigenbedarf und für den Verkauf)
  • Stärkung der Dorfgemeinschaft

Am Bodensee wurde durch das Projekt CO2BOLUS in den letzten Jahren Streuobstwiesen gepachtet, sowie Neupflanzungen und Umweltbildung durchgeführt. Im Jahre 2018 startete ein Bienenprojekt auf diesen Wiesen gemeinsam mit der benachbarten Grundschule und anderen Kindereinrichtungen der Region.

Streuobstwiesen haben traditionell eine große Bedeutung in der Kulturlandschaft des Bodensees und sind aus dem Landschaftsbild nicht wegzudenken. Daneben weisen sie aber auch eine sehr hohe Biodiversität auf. Es sind über 3000 Obstsorten der Streuobstwiesen bekannt. Mit ca. 5000 Tier- und Pflanzenarten (darunter viele gefährdete Arten) zählen diese Lebensräume zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas.

Kontakt:
Daniela Dietsche - NaturFreunde Baden, Geschäftstelle Süd
07732 / 82 37 726
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