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Ich bin zurück von einer Reise die mich unglaublich bewegt hat. Eine Reise mit den Naturfreunden Baden in den Senegal und nach Gambia.

Eine Verbindung der Naturfreunde Deutschland besteht schon seit Jahren mit dem Senegal. Aber letztes Jahr ist das fast Unglaubliche gelungen. Als „Landschaft des Jahres“ wurde von den Naturfreunden International ein Gebiet in Gambia und im Senegal festgelegt. (Berichte darüber gibt es auf der Seite der NFI) Die Reise zur Eröffnung fand letztes Jahr im Januar statt.

Und nun hat die Reise der NF Baden an diese Reise angeknüpft. Die erste Etappe führte uns nach Janjangbureh in Gambia. Dort wurden wir als Ehrengäste des neu aufgelebten Kankurang Festivals empfangen. Anlässlich des letztjährigen Besuches zur „Landschaft des Jahres“ waren die Naturfreunde bei den Veranstaltern noch in guter Erinnerung und herzlich willkommen. Wir besuchten einige Schulen in Gambia und im Senegal in denen es zu meiner großen Überraschung aktive Naturfreundegruppen gibt. Die Begegnungen mit den Lehrern und ihren Schülern war eine wunderbare Erfahrung. Es zeigt, dass diese jungen Menschen sehr viel Interesse an der Natur haben. Die Klimaerwärmung bereitet ihnen sehr große Sorgen und sie sind entschlossen sich aktiv bei verschiedenen Projekten einzusetzen. Wir wurden dort mit großer Freundlichkeit empfangen und uns wurde von den Projekten berichtet mit denen sich die Schüler beschäftigen.

In den Innenhöfen der Schulen und auch in den Dörfern wurden schon viele Bäume mit Hilfe der Naturfreunde gepflanzt. Stolz wurden uns die Bäumchen gezeigt, die zum größten Teil auch schon gewachsen sind. In diesen trockenen und kargen Böden ist das keine Selbstverständlichkeit und erfordert ständiges gießen.

Besonders in den Dörfern sind die Obstbäume sehr wertvoll, sie spenden Schatten und geben den Bewohnern gleichzeitig mit dem Ernten der Früchte die Möglichkeit zum Handel treiben, um so ihr bescheidenes Einkommen etwas aufzubessern. Sehr beeindruckt haben mich die besuchten Frauenprojekte z.B. das Recycling Projekt „The Recycling Women of the Gambia“. Ebenso die Fraueninitiative, die in einem kleinen Wäldchen seit Jahren erfolgreich Gemüse anbaut. Sie haben in der Zwischenzeit immer wieder neue Arten von Obst und Gemüse ausprobiert und für ihre Erzeugnisse auch genügend Abnehmer gefunden. Das ermöglicht diesen Frauen ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen.

Es hat so viele positive Begegnungen in diesen 2 Wochen gegeben, dass ich gar nicht über alles berichten kann. Nach der Rundreise war es ein Gefühl des Heimkommens als wir wieder in Petit Mbao im Naturfreundehaus in der Nähe von Dakar angekommen sind.

Sehr überrascht war ich dann allerdings über die große Kluft zwischen der Millionenstadt Dakar und den Gebieten die wir besucht hatten besteht. In Dakar gibt es wie in jeder Stadt Hochhäuser, moderne Geschäfte, Restaurants und Hotels. Auffallend ist, dass sehr viel gebaut wird und die Bevölkerung sehr jung ist. Dies zeigt deutlich, dass es eine sehr schnelle Entwicklung geben wird.

Diese Reise hat mich tief beeindruckt und ich bin auch stolz, dass die Naturfreunde mit ihrer internationalen Verbindung zu den Naturfreunden Senegal und Gambia dazu beitragen die Welt globaler zu betrachten. Die Klimaveränderung betrifft uns alle, nur wir in Europa leben damit wesentlich komfortabler und deshalb ist es unsere Pflicht auch die Menschen in Afrika zu unterstützen.


Reisebericht von Brunhilde Schöll zu unserer Bildungsreise in die Landschaft des Jahres. Bildautor für die Gruppenfotos ist Peter ­Backof, für die drei anderen Bilder ist dies Dieter Pfeifle.